Energiespartipps

Information der Energieplattform Katzelsdorf


 
Tipps zum Energiesparen ohne Komfortverlust 
    
 
Österreichs Haushalte sind für rund ein Drittel der CO2-Ausstoßes verantwortlich.
Weniger Energieverbrauch und damit weniger CO2-Ausstoß sind daher gut für´s Klima und gut für die Geldbörse.
 
Um sich mit dem Thema Energiesparen auseinanderzusetzen ist es zunächst einmal notwendig, bewusst den Stromverbrauch und die Stromkosten zu beobachten. Das kann einerseits durch monatliches Ablesen des Stromzählers oder einfach durch den Vergleich der jährlichen Stromrechnungen erfolgen.
 
Zu allererst kann man sich die Frage stellen, ob der eigene Stromverbrauch im Durchschnitt, höher oder niedriger liegt.
 
Die Statistik Austria hat dazu folgende Kategorien erhoben:


Personen im Haushalt

Effiziente Stromnutzung

Durchschnittlicher Stromverbrauch

1

1.500 kWh

2.400 kWh

2

2.000 kWh

3.400 kWh

3

3.000 kWh

4.800 kWh

4

3.100 kWh

4.900 kWh


In jedem Haushalt gibt es verborgene Energiesparpotentiale.
 
Stromfresser können ganz einfach mit einem Strommessgerät aufgespürt werden. Dieses Gerät wird zwischen Steckdose und Haushaltsgerät platziert und zeigt den aktuellen Stromverbrauch an. 
 
Ein Strommessgerät kann am Gemeindeamt gratis ausgeborgt werden. 
  
  
Einige Tipps zur Verringerung des Strom- und Energieverbrauchs:
 
 
Standbygeräte abschalten
 
Viele Geräte, wie Fernseher, Receiver, DVD-Player, Stereoanlagen usw. laufen im Standbymodus.
Speziell ältere Geräte verbrauchen bis zu 20 Watt im Standbymodus, das verursacht
 
€ 30,- Stromkosten pro Jahr!
 
Berechnung:
20 Watt x 24 h x 365 Tage = 175.000 Wh = 175 kWh x € 0,18* = € 30,-
* angenommener durchschnittlicher Strompreis
 
Einfache Gegenmaßnahme: mit einer Steckerleiste mit Kippschalter Standbygeräte von der Stromzufuhr wegschalten.
 
Tipp:
Bei Neukauf eines Gerätes die Leistungsaufnahme im Betrieb und im Standbybetrieb beachten.
 
 
Kühl- und Gefrierschrank
 
Dichtung überprüfen, indem man ein Stück Papier einklemmt. Lässt es sich leicht herausziehen, schließt die Dichtung nicht optimal und verursacht unnötige Energieverluste.
 
Eine Kühlschrankinnentemperatur von 6°C ist ausreichend. Jedes Grad kälter verbraucht 8-10% mehr Strom.
Eine Gefrierschrankinnentemperatur von -18°C ist ausreichend.
Weiters können Stromkosten gespart werden, wenn man jährlich den Gefrierschrank abtaut.
 
Tipp:
Beim Neukauf auf die Energieklasse achten.
Eventuell überlegen, ob beim Kühlschrank ein Gefrierfach notwendig ist. 
   
Herd
 
Kochen ohne Deckel verbraucht dreimal so viel Energie als mit Deckel.
Stellen Sie die Töpfe immer auf die Herdplatte mit der passenden Größe. Ist der Topf nur 1 cm kleiner als die Herdplatte, verbraucht man ein Drittel mehr Energie.
 
Tipp:
Restwärme durch rechtzeitiges Abschalten nutzen. 
    
Geschirrspüler und Waschmaschine
 
Die meiste Energie wird für das Aufheizen benötigt.
Leicht verschmutztes Geschirr oder Wäsche wird auch mit weniger Temperatur sauber.
Waschtemperaturen von 40°C statt 60°C spart ein Drittel der Energie. Bei je 200 Waschgängen (Waschmaschine und Geschirrspüler) im Jahr können damit mindestens € 30,- pro Gerät eingespart werden.
 
Tipp:
Geräte an die Warmwasserleitung (ideal bei Solaranlagen) anschließen.
Energiesparprogramme wählen.
 
 
Beleuchtung
 
Zirka 10% der Stromkosten entfallen auf die Beleuchtung.
Die Verwendung von Energiesparlampen kann den Energiebedarf für die Beleuchtung halbieren werden und sollen dort verwendet werden, wo die Lampe mindestens 1 Stunde pro Tag betrieben wird.
 
Tipp:
Nicht unbedingt benötigte Lichtquellen abschalten.
Energiesparlampen sind quecksilberhältig und müssen als Problemstoff entsorgt werden.
 
 
Raumtemperatur
 
Eine optimale Einstellung der Raumtemperatur kann Energie sparen: 1°C weniger Raumtemperatur spart 6% Heizkosten!
 
Tipp:
Stoßlüften statt ständigem Kippen vermeidet unnötigen Energieverlust
 
 
Wartung der Heizungsanlage
 
Nur gut gewartete Heizungsanlagen bringen optimale Leistung.
Regelmäßig gereinigte Heizungsanlage verbrauchen weniger Energie für die gewünschte Heizleistung.
 
Tipp:
Informieren Sie sich bei Ihrem Rauchfangkehrer oder Hersteller. 
  
     
Dezember 2009