Geschichte

Schon in vorrömischer Zeit gab es Siedlungen innerhalb des heutigen Gemeindegebietes, wie verschiedene Funde beweisen. Erstmals erwähnt wurde „Cazelinisdorf“ in einer Salzburger Urkunde des Jahres 1183. Der Name dürfte sich vom altdeutschen Männernamen Chazilo oder Chezilin ableiten.
Schloss Katzelsdorf, vom Minnesänger Ulrich von Liechtenstein besungen, entstand im 12. Jahrhundert und verdankt seine heutige Form dem Wolf Mathias Freiherr von Königsberg. Das Schloss wechselte unzählige Male seinen Besitzer, darunter waren auch Gräfin Carolina von Lipona (Napoleons Schwester), Marie Therese (Herzogin von Angouleme, Tocher Ludwig XVI und Marie Antoinettes) und die Herzogin von Bourbon-Este (Gemahlin des Grafen Chambord). 1994 wurde es von der Gemeinde gekauft und zum überregionalen Kulturzentrum mit Veranstaltungssaal, Seminarräumen und Schlossgastronomie ausgebaut.
Schloß Eichbüchl wurde im 14. Jahrhundert vermutlich von den Herren von Vierdung erbaut. Historische Bedeutung erlangte es aber erst in den Apriltagen 1945, als hier unter Dr. Karl Renner die erste Regierungsproklamation der 2. Republik entstand. Es ist heute in Privatbesitz.
Auf eine bewegte Geschichte blicken auch Kloster und Pfarrkirche zurück, die im 15. Jahrhundert von den Franziskanern auf der „Sonnleiten“, einer Anhöhe vor dem Ortsteil Eichbüchl, gegründet wurden. Das Kloster diente vor allem während mehrmaliger Türkeneinfälle als Zufluchtsort und Wehranlage. Unter anderem als Wirtshaus und Seidenfabrik zweckentfremdet, ging es 1857 an die Redemptoristen, die hier ein Gymnasium gründeten.
Der 2. Weltkrieg brachte der Gegend um Wiener Neustadt und damit auch Katzelsdorf verheerende Verwüstungen.
Die Dorfkirche des Heiligen Laurentius im Ortskern konnte aber trotz schlimmer Schäden erhalten werden. Und im Areal von Schloß Katzelsdorf war damals das größte Pferdelazarett der Ostfront untergebracht. Bis zu 2.000 Pferde wurden hier versorgt.